Dezember 10, 2020
Tipp: Netzwerk mit ip
Geschichtsstunde: ifconfig
Vielen ist der Befehl ifconfig ein Begriff, ist er doch
seit Jahrzehnten für die Konfiguration des Netzwerks unter Unix-
oder Linux-Systemen zuständig. So sehen beispielsweise Aufrufe zum
Setzen einer IP-Adresse und Anzeigen der Konfiguration aus:
root@linux:~# ifconfig eth0 192.168.1.1 netmask 255.255.255.0 up
root@linux:~# ifconfig eth0
eth0: flags=4163<UP,BROADCAST,RUNNING,MULTICAST> mtu 1500
inet 192.168.1.1 netmask 255.255.255.0 broadcast 192.168.1.255
inet6 fe80::225:90ff:fec0:ffee prefixlen 64 scopeid 0x20<link>
ether 00:25:90:c0:ff:ee txqueuelen 1000 (Ethernet)
RX packets 123346 bytes 120154576 (114.5 MiB)
RX errors 0 dropped 2571 overruns 0 frame 0
TX packets 126744 bytes 71491997 (68.1 MiB)
TX errors 0 dropped 0 overruns 0 carrier 0 collisions 0
device memory 0xfe120000-fe13ffff
Auf die Details gehen wir an dieser Stelle nicht ein. Inzwischen
bietet der Linux Kernel neue Funktionen, die ifconfig nicht mehr
bedient. Eine Anpassung hätte weitreichende Eingriffe erfordert
und eine Änderung oder Erweiterung der Syntax mit sich gebracht. So
hat man sich entschlossen, gleich ein neues Programm ins Leben zu
rufen. Das Resultat is der Befehl mit dem kurzen und prägnanten Namen
ip. Dieser ersetzt nicht nur den Befehl ifconfig, sondern auch
die Befehle route und arp.